Energiepreise beschäftigen viele Menschen

Gespräch mit der Verbraucherzentrale

Von Medienbildung über Mietrecht bis hin zu Kreditinformationen: Die Verbraucherzentrale NRW berät an ihrem Standort in Minden zu vielfältigen Themen.

„Momentan beschäftigen die Menschen aber am meisten die steigenden Energiepreise“, wusste die Leiterin Ursula Thielemann den beiden örtlichen Abgeordneten Dr. Oliver Vogt (Bundestag) und Bianca Winkelmann (Landtag) nun zu berichten.

Die Christdemokraten haben sich mit dem Team der Mindener Beratungsstelle und dem Vorsitzenden der Verbraucherzentrale NRW, Wolfgang Schuldzinski, getroffen, um über aktuelle Verbraucherthemen zu sprechen. Derzeit erreichen das Team in der Portastraße beispielsweise jeden Tag 15 bis 20 Mails mit Fragen zu den Energiepreisen.

Was die Beratungsstelle immer häufiger feststellt, ist, dass dubiose Anbieter die Sorgen der Menschen ausnutzen. „Das auf den ersten Blick vermeintlich günstige Angebot eines Energieanbieters entpuppt sich ganz schnell als Kostenfalle“, berichtete Cornelia Franke-Röthemeyer und warnt vor voreiligen Vertragsunterzeichnungen.

In diesem Zusammenhang berichtete Wolfgang Schuldzinski von Seiten der Verbraucherzentrale NRW, dass es inzwischen selbst für Brennholz immer mehr sogenannte Fake-Shops gibt. Gemeint sind damit spezielle betrügerische Online-Geschäfte, bei denen die Kunden nach der Zahlung keine Ware erhalten. Solche Shops kann die Verbraucherzentrale gezielt überprüfen.

 „Diese Krise trifft alle Menschen – oftmals aber zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt“, fasst er die Situation zusammen. „Wer seinen Strom- oder Gasvertrag zu einem passenden Zeitpunkt abgeschlossen hat, hat jetzt noch Glück und steht dann vielleicht in ein paar Monaten vor den Problemen.“

Mit speziellen Sonderseiten zur Energiekrise habe die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage www.verbraucherzentrale.nrw frühzeitig auf den großen Informationsbedarf reagiert. „Kompetenter Rat und konkrete Hilfestellung bei verbraucherrechtlichen Fragen und Nöten sind gerade jetzt gefragt“, so der Landesvorsitzende.

Bianca Winkelmann und Oliver Vogt sehen die Verbraucherzentrale NRW mit ihrem breiten Netz an Beratungsstellen als unerlässlichen Partner der Verbraucherinnen und Verbraucher. „Als NRW-Landesregierung tragen wir dem Rechnung, indem wir die institutionelle Förderung der Verbraucherzentrale gegenüber 2016 fast verdoppelt haben“, sagt Bianca Winkelmann, in deren Arbeitsbereich als stellvertretende Fraktionsvorsitzende auch der Verbraucherschutz fällt. „Und wir wollen diesen Weg weitergehen. Wesentliche Aufgaben der kommenden Jahre werden die digitale Arbeit und die Energieberatung.“

Dr. Oliver Vogt sieht die Bundespolitik in der aktuellen Energiekrise in der Pflicht, schnell für Klarheit zu sorgen. „Allein das Hin und Her bei der Gasumlage hat für viel Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt. Die Situation ist so schon schwer genug, da haben die Menschen ein Anrecht auf eine Regierung, die entschlossen und nachvollziehbar handelt“, so der Bundestagsabgeordnete.

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