Hildegard Hüsener hört nach der Kommunalwahl auf
Dielingen/Drohne (WB). Die CDU-Ortsunion Dielingen/Drohne hat ihre Kandidaten für drei Kommunalwahlbezirke in Dielingen und Drohne im Alten Gasthaus Vahrenhorst in Dielingen nominiert.
Hildegard Hüsener hat nach Jahrzehnten in der Ratsarbeit um Ablösung gebeten.
Eine Neubesetzung gab es im Wahlbezirk Dielingen-Nord mit Inge Hüsener, die anstelle der stellvertretenden Bürgermeisterin Hildegard Hüsener kandidiert. Diese möchte nach 20 Jahren Stemweder Ratsarbeit, zuletzt in der Funktion der Stellvertreterin für Bürgermeister Ekkehardt Stauss, in den verdienten »Ratsruhestand« eintreten.
Als Gast konnten die Dielinger und Drohner Christdemokraten ihren neuen Bürgermeisterkandidaten Gerd Rybak begrüßen. Im einzelnen wurden nominiert: Inge Hüsener mit Stellvertreter Dietmar Nolte für den Wahlbezirk Dielingen-Nord, Clemens Keßmann mit Stellvertreter Olaf Ostdorf für Dielingen-Süd und Manfred Quebe mit Stellvertreterin Brigitte Höger-Allhorn für Drohne. Die Nominierung erfolgte einstimmig. Peter Hüsener, Vorsitzender der Ortsunion, machte deutlich, dass die CDU für Dielingen und Drohne mit einem sehr erfahrenen Team, aber auch verjüngt und mit neuer Energie in die Kommunalwahl 2009 starte. Er begrüßte zudem, dass sich aus diesem Raum wieder eine Frau um ein Ratsmandat bewirbt. Leider zeichne sich ab, das die Anzahl der Frauen im nächsten Stemweder Rat eher abnehme als zunehme.
Sehr lebhaft und engagiert ging es zu in der Diskussion mit dem Bürgermeisterkandidaten Gerd Rybak. Neben einer kurzen persönlichen Vorstellung erläuterte er die Eckpfeiler seiner Arbeit für die kommenden Jahre. Insbesondere die solide und nachhaltige Finanzierung der Gemeinde liege ihm am Herzen. Ein unausgeglichener Haushalt werde Stemwede leider noch viele Jahre begleiten. Dazu komme dann noch die aktuelle Krise, die sich bei den Betrieben in Stemwede schon widerspiegele. Dennoch müsse es möglich sein, in Stemwede Schritte in der Wirtschaftsförderung zu unternehmen, sagte Rybak. Dabei spiele der Kontakt zu den bestehenden Unternehmen eine entscheidende Rolle.
Die Verbesserung der DSL-Verbreitung, die ärztliche Versorgung oder der gezielte Ausbau von Tourismus seien Beispiele für erste Maßnahmen. Besprochen wurde in der Versammlung auch das Thema der Wahlbezirke. Nach dem geänderten Wahlgesetz mit geringeren Toleranzen für die Größe der Kommunalwahlbezirke müssen die Wähler in den drei Wahlbezirken und Dielingen und Drohne neu verteilt werden.
Dielingen-Nord ist mit 1170 Einwohnern deutlich zu groß und Drohne mit 648 Einwohnern zu klein. Die Lösung kann nur sein, dass Wähler aus Dielingen-Nord dem Wahlbezirk Drohne zugeschlagen werden und dort auch wählen gehen müssen. Auch andere Wahlbezirke in Stemwede sind davon betroffen.
»Leider macht das Kommunalwahlgesetz vor den historischen Strukturen unserer Gemeinde nicht halt und Ausnahmeregelungen gibt es nicht«, sagte Peter Hüsener. »Es ist schon schade und ärgerlich, wenn man zum Wählen in einen anderen Ort fahren muss.«
Die Ortsunion will dazu vor der Wahl noch gezielt und umfassend informieren.