CDU Gemeindeverband Stemwede

Köchy und Boguschewski kandidieren

Von CDU-Ortsunion Haldem-Arrenkamp einstimmig nominiert - Strieck bittet um Ablösung

Haldem/Arrenkamp (WB). Die CDU-Haldem-Arrenkamp setzt bei der Kommunalwahl auf ihre Ratsmitglieder. Ortsverbandsvorsitzende Hans-Henning Köchy und Martin Boguschewski sind von der Ortsunion als Direktkandidaten nominiert worden.
Als Ersatzbewerber wurden Anna-Karina Köchy und Jürgen Frieten vorgeschlagen. Wie Hans-Henning Köchy in der CDU-Mitgliederversammlung im Gasthaus Rosengarten, Ilwede, bekannt gab, möchte Karl-Wilhelm Strieck nicht mehr für eine weitere Periode im Wahlbezirk Haldem-West kandidieren. Martin Boguschewski, der bei der Wahl in 2004 über die Reserveliste in den Stemweder Rat kam, wurde einstimmig als Nachfolger für das Direktmandat vorgeschlagen.
Vorsitzender Hans-Henning Köchy, der ebenfalls einstimmig wieder als Kandidat für den Wahlbezirk Haldem-Ost/Arrenkamp gewählt wurde, sieht gute Chancen, dass sein CDU-Ortsverband wieder drei Vertreter im künftigen Rat der Gemeinde Stemwede stellen kann.
Für den bisherigen Listenplatz von Martin Boguschewski wird die CDU Haldem-Arrenkamp der Gemeindeverbandsversammlung Stemwede am kommenden Dienstag Heiner Rosengarten vorschlagen. Der Gastwirt ist in Haldem sehr bekannt.
Herzlich begrüßt wurde zu Beginn der Versammlung Bürgermeisterkandidat Gerd Rybak, der in Haldem wohnt und auch die Wahlen für die Nominierungen leitete. Gerd Rybak in Haldem vorzustellen, sei »wie Eulen nach Athen tragen«, meinte Köchy, der auch Rybaks langjähriges ehrenamtliches Engagement in der heimischen Vereinsarbeit lobte.
Für das Stemweder Bürgermeisteramt bringe Gerd Rybak Kompetenz, Augenmaß, Glaubwürdigkeit und viel Verwaltungserfahrung mit, hob Hans-Henning Köchy hervor.
Der Bürgermeisterkandidat gab dann einen Sachstandsbericht zu den aktuellen kommunalpolitischen Themen aus der Gemeinde und wies auf kommende Entwicklungen hin, die lebhaft diskutiert wurden.
Über aktuelle Kreisthemen informierte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Friedrich Klanke. Er forderte eine kommunale Finanzreform, da die Finanzierung der Sozialhilfeleistungen allein von der kommunalen Ebene nicht mehr zu stemmen sei. Selbst in den Jahren 2007 und 2008 - mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen - seien die Sozialausgaben des Kreises gestiegen. Ergänzende Sozialhilfe- und Unterhaltsleistungen für eine zunehmende Zahl an Rentenempfängern und Geringverdienern hätten finanziert werden müssen.
Hinzu komme die Finanzierung der ansteigenden Sozialhilfeleistungen für die behinderten Menschen, die ebenfalls ausschließlich von der kommunalen Ebene zu erbringen sei. Mit Bundesgesetzen würden zwar die Leistungen geregelt, sagte Klanke. Seine Kritik: Wenn es um die finanzielle Mitverantwortung des Bundes für Menschen mit Behinderungen gehe, dann finde bislang der gesamtgesellschaftliche Ansatz der Behindertenhilfe keine Berücksichtigung.