Wie berichtet, läuft die Heizung seit ihrem Einbau trotz mehrfacher Nachbesserungen nicht korrekt. Sie heize zwar, doch müsse ihr Betrieb ab und an manuell geregelt werden, erklärte Beisitzer Dietmar Meier. „Ein Trauerspiel“, so Holle. Um die „Führung eines Rechtsstreits“ ging es bei der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses für den Wirtschaftsbetrieb Gemeinde Stemwede und das Wasserwerk im nichtöffentlichen Teil. Die Gemeinde Stemwede setzt jetzt auf ein Beweissicherungsverfahren durch einen gerichtlich bestellten Gutachter. „Es kann auf ein Gerichtsverfahren hinauslaufen“, berichtete CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Andreas Weingärtner in Meiers Deele. Der Ausgang sei noch völlig offen.
Die Gemeinde komme nicht weiter, erklärte Dietmar Meier. Alle Beteiligten unterhielten sich „nur noch über Rechtsanwälte“. Die Lage schätzte der Oppenweher als „sehr verfahren“ ein. Das Problem: Beauftragt die Gemeinde einen selbstständigen Gutachter, besteht die Gefahr, dass dessen Feststellungen von der Gegenseite vor Gericht angezweifelt werden könnten.
Das Wort des Gutachters ist zwar nicht anfechtbar – doch es kostet Geld. Geld, das die Gemeinde auch bei einem Sieg vor Gericht nicht wieder bekäme. Meier nannte keine Zahlen, es handele sich jedoch um einen „erheblichen Betrag“, der die Gutachter- und Rechtsanwaltskosten übersteigen werde. „Die Gemeinde hat absolut nichts falsch gemacht“, betonte der Oppenweher.
„Was sind das für Verträge?“, fragte sich Beisitzer Michael Baude. Unter den Vereinbarungen, die er kenne, stehe grundsätzlich, dass die anfallenden Kosten zu Lasten des Verursachers gehen würden. Das Geld für die Heizung habe die Gemeinde noch nicht komplett gezahlt, erklärte Dietmar Meier. „Selbst Siemens findet den Fehler in der Elektronik nicht.“
In Zukunft könne die Gemeinde ihre Ausschreibungen über den Kreis laufen lassen. Meier: „Der Kreis macht so etwas täglich.“ · kap