»Garant für Schutz und Sicherheit«
Mit einer Sonderauszeichnung des Verbandes der Feuerwehren sind diese Kameraden geehrt worden. Die Mitglieder engagieren sich seit 50-, 60- beziehungsweise 70 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Stemwede. Fotos: Detlef HillekesStemwede/Levern (WB). Zahlreiche schwere Einsätze haben die Feuerwehrmänner und -frauen der Stemweder Wehr im vergangenen Jahr absolviert. Wehrführer Joachim Lübke erinnerte noch einmal an die Ereignisse.
Einsätze
Insgesamt 57 Mal mussten die Rettungskräfte ausrücken, darunter waren 19 Brände, 28 technische Hilfeleistungen, neun »blinde Alarme« und ein Sicherheitsdienst. »Das waren zwar 16 Einsätze weniger als 2011, doch einige davon haben die Feuerwehrleute stark belastet«, betonte Lübke. Ein sehr dunkler Tag sei der 25. August gewesen, als eine junge Frau mit der Rettungsschere auf der L770 in Niedermehnen nur noch tot geborgen werden konnte. Auch ein Unfall am 13. September auf der Wagenfelder Straße mit einer schwer verletzten eingeklemmten Person forderte die Kräfte der Einsatzkräfte.
Lübke erinnerte ebenfalls an diverse Brandeinsätze – wie das Feuer, das die ehemalige Pizzeria in Destel zerstörte.
»2007 Stunden freiwilligen Dienst haben unsere Mitglieder geleistet«, berichtete Joachim Lübke in seinem Jahresbericht während der Jahreshauptversammlung in der Kleinen Festhalle in Levern.
Ausbildung
Viel Wert hat die Feuerwehr Stemwede wieder auf die Aus- und Weiterbildung sowohl beim Nachwuchs als auch bei den Aktiven gelegt. Zahlreiche Mitglieder nahmen mit Erfolg an verschiedenen Lehrgängen im Kreis und am Institut der Feuerwehr in Münster teil. Lübke lobte besonders die Jugendfeuerwehren, die auf ein ereignis- und erfolgreiches Jahr zurück blicken könnten.
Mitgliederzahlen
Zur Wehr gehören 434 Mitglieder, darunter vier Frauen. Die Mitgliederzahl ist 2012 um 19 im Vergleich zu 2011 gestiegen. Der Ehrenabteilung gehören 197 Kameraden an. Gemeindejugendfeuerwehrwart Torsten Fischer freut sich über 50 neue Mitglieder in der Nachwuchsabteilung, davon sind 46 Jungen und vier Mädchen.
Rede des Bürgermeisters
Bürgermeister Gerd Rybak bedankte sich im Namen aller Bürger bei der Feuerwehr für ihr großes Engagement. Ein besonderer Dank vom Bürgermeister ging an Wilhelm Geldmeier (Oppenweher Firma Geldmeier Maschinenbau), der mit der Förderplakette für Arbeitgeber in NRW »Ehrenamt bei Feuerwehr und Katastrophenschutz« ausgezeichnet wurde. »Für das Allgemeinwesen ist die Feuerwehr unverzichtbar und als Bürgermeister möchte ich im Namen von Rat und Verwaltung meine Wertschätzung überbringen. Unsere Feuerwehren sind nach wie vor die Eckpfeiler der Sicherheit unserer Gemeinden und ein Garant dafür, dass jeder Ort den maximalen Schutz erhält«, sagte Rybak. Er versprach, dass für die Modernisierung der Wehren in den nächsten Jahren enorme kommunale Mittel fließen würden. Der Bürgermeister geht davon aus, dass in Kürze die Baumaßnahmen am Gerätehaus in Oppendorf beginnen. Das Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSFW) für Sundern sei nach bereits bestellt. Das neue Fahrzeug für Oppendorf soll Mitte des Jahres ausgeschrieben werden, ferner werde die Feuerwehr noch in diesem Jahr mit Digitalfunk ausgerüstet, kündigte Rybak an.
Ämterwechsel
Als Jugendfeuerwehrwart ausgeschieden ist Unterbrandmeister Torsten Gülker und sein Stellvertreter Hauptfeuerwehrmann Oliver Reucher. Ihre Nachfolger sind Oberfeuerwehrmann Patrick Hackstedt und als Stellvertreterin Oberfeuerwehrfrau Jana Lohmeier. Andre Fischer wurde Gemeindeatemschutzgerätewart und übernimmt damit dieses Amt von Uwe Breitscheid. Der Twiehauser Matthias Mahler wurde zum Oberbrandinspektor befördert.
Ehrungen
Mehrere Feuerwehrkameraden erhielten für 25-jährigen beziehungsweise 35-jährigen Einsatz das Dienstzeitehrenzeichen in Silber oder Gold.
25 Jahre: Michael Rabe aus Niedermehnen, Gerd Henrich Rohlfing aus Niedermehnen, Bernd Engel aus Oppendorf, Joachim Lübke aus Twiehausen, Uwe Niermann aus Wehdem, Thomas Sander aus Wehdem, Christian Becker aus Westrup und Peter Lahrmann aus Westrup. 35 Jahre: Michael Halbsguth aus Dielingen, Rainer Grube aus Drohne, Cord Rennegarbe aus Drohne und Hans-Wilhelm Henke aus Oppenwehe.
Mit einer Sonderauszeichnung des Verbandes der Feuerwehren für 50-, 60- und 70-jährige Mitgliedschaft wurden folgende Kameraden geehrt: 50 Jahre: Heinrich Brandt aus Dielingen, Wilhelm Geldmeier aus Oppenwehe, Wilhelm Hohlt aus Westrup, Günter Kasting aus Drohne, Karl Tacke aus Niedermehnen und Horst Weitkamp aus Levern. 60 Jahre: Ewald Brockschmidt aus Twiehausen, Friedhelm Högemeier aus Wehdem, Horst Kleine aus Dielingen, Karl-Heinz Wehrmann aus Dielingen, Walter Kokemoor aus Wehdem, Martin Manes aus Haldem und Wilhelm Uhtbrok aus Wehdem. 70 Jahre: Wilhelm Brandt aus Arrenkamp, Heinrich Lange aus Twiehausen und Heinrich Lübke aus Haldem.
Kreisbrandmeister Helmut Hevermann ehrte den Destler Friedhelm Levermann mit dem Deutschen Feuerwehr Ehrenkreuz in Bronze für seine langjährigen Verdienste.