Gemeindeverband bestätigt in geheimer Wahl die Vorschläge der Ortsunion
Von Dieter Wehbrink
Stemwede-Haldem (WB). Mit langjährigen Kommunalpolitikern, aber auch mit neuen Gesichtern tritt die CDU Stemwede zur Kommunalwahl 2009 an.
Am Dienstagabend wählte der CDU-Gemeindeverband im Gasthaus Rosengarten/Schepshake die Kandidaten, die zuvor von den einzelnen Ortsverbänden vorgeschlagen wurden.
Demnach treten zur Kommunalwahl (voraussichtlich am 30. August) an:
Wahlbezirk 1 Dielingen-Nord: Inge Hüsener; Wahlbezirk 2 Dielingen-Süd: Clemens Keßmann; Wahlbezirk 3 Drohne-Dielingen: Manfred Quebe; Wahlbezirk 4 Haldem-West: Martin Boguschewski; Wahlbezirk 5 Haldem-Ost/Arrenkamp: Hans-Henning Köchy; Wahlbezirk 6 Westrup/Wehdem: Andreas Weingärtner; Wahlbezirk 7 Wehdem-Nord: Stefan Leonhardt; Wahlbezirk 8 Wehdem-Süd: Michael Jürgens; Wahlbezirk 9 Oppendorf/Oppenwehe: Monika Lösche; Wahlbezirk 10 Oppenwehe-West: Jörg Tielbürger; Wahlbezirk 11 Oppenwehe Ost: Dietmar Meier; Wahlbezirk 12 Sundern/Levern-West: Ewald Kreienbrock; Wahlbezirk 13 Levern: Frank Schröder; Wahlbezirk 14 Destel Levern-Ost: Karl-Wilhelm Krohn; Wahlbezirk 15 Niedermehnen/Levern: Jörg Bohne; Wahlbezirk 16 Twiehausen/Destel: Friedrich Sander.
Die 71 stimmberechtigten CDU Mitglieder statteten ihre Kandidaten mit einem großen Vertrauensvorschuss aus. Die Zahl der abgegebenen Stimmen pro Bewerber lag zwischen 68 und 71.
Alfred Borgmann, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes, leitete die geheime Wahl. Sie musste formell hohen Ansprüchen genügen, weil es das Kommunalwahlgesetz so vorsieht. Verstöße wären rechtlich anfechtbar. Unter anderem ist vorgeschrieben, dass nur derjenige seine Stimme abgeben darf, der deutscher Staatsbürger oder EU-Bürger ist, mindestens 16 Jahre alt sein muss und der CDU angehört. Eine weitere Bedingung ist der Erstwohnsitz in Stemwede.
Gemeindeverbandsvorsitzender Michael Jürgens freute sich nach der Wahl. Die CDU habe wieder gute Kandidaten aufstellen können. »Das Altersspektrum liegt zwischen 20 bis Mitte 60, so dass wir einen Großteil des Altersdurchschnitts abdecken.«
Zu den dienstältesten CDU-Kommunalpolitikern im Stemweder Rat gehört Monika Lösche aus Oppendorf. Die Fraktionschefin, die seit 1973 im Rat ist und erneut zur Wahl antritt, betonte, die Christdemokraten hätten seit der kommunalen Neuordnung in 1973 stets die politische Verantwortung in der Gemeinde gehabt und dabei viel erreicht. Die künftige Ratsfraktion wolle diesen Erfolgskurs fortsetzen. »Ich möchte außerdem betonen, dass die CDU als Volkspartei für jeden Bürger da ist«, sagte Monika Lösche.
Bürgermeisterkandidat Gerd Rybak, der ebenso wie der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag, Friedrich Klanke, an der Versammlung teilnahm, gratulierte den Gewählten.
Rybak zeigte sich etwas unglücklich wegen der drei Wahlen, die 2009 auf die NRW-Wähler in nur vier Monaten zukommen. Dies sei für alle Wahlkämpfer und Helfer eine harte Herausforderung. Der Kommunalwahlkampf liege zudem in den Ferien - da seien die Menschen erfahrungsgemäß schwer erreichbar.
Gerd Rybak hat Zweifel, ob der Kommunalwahltermin »30. August« noch auf den 27. September und somit auf den Bundestagswahltermin verlegt wird. »NRW-Innenminister Ingo Wolff hat den 30. August bereits festgelegt.«
Der Bürgermeisterkandidat umriss noch einmal seine politischen Ziele. Er strebe einen strukturell ausgeglichen Haushalt an, der auch die Generationengerechtigkeit nicht vermissen lasse.
Eine Entscheidung über die beiden Verwaltungsstandorte und deren Modernisierung stehe auch deshalb an, weil bis zum Jahr 2012 etwa ein Drittel der Stemweder Verwaltungsmitarbeiter aus Altersgründen ausscheiden würden.
Die Gemeinde solle weiterhin eine kinderfreundliche Politik - Stichwort Vereinbarkeit von Familie und Beruf - betreiben. Vier Standorte von offenen Ganztagsgrundschulen, finanzielle Förderung von Familien sowie Regelungen zur Beitragsfreiheit in Kindergärten seien bereits umgesetzt worden.
Neben der Stärkung der Vereine und des ehrenamtlichen Engagements, von dem Stemwede sehr profitiere, gelte es, die Wirtschaft zu unterstützen und den Tourismus zu forcieren. Schnelle Internetverbindungen und die ärztliche Versorgung der Stemweder sind weitere Ziele Rybaks.